Stripe-Anbindung
Stripe-Rechnungenals E-Rechnung
Stripe liefert Rechnungen als PDF. Vellonode liest die Rechnungsdaten strukturiert aus Ihrem Stripe-Konto und macht daraus automatisch ZUGFeRD-Rechnungen nach EN 16931 – ohne Abtippen, ohne KI-Schätzung, mit Stripes Rechnungsnummer.
Ein Stripe-PDF ist keine E-Rechnung
Für Rechnungen an andere Unternehmen verlangt das Umsatzsteuergesetz einen strukturierten Datensatz nach EN 16931. Stripe erzeugt ihn nicht – Vellonode ergänzt ihn.
Alle Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können.
Ausstellungspflicht bei einem Vorjahresumsatz über 800.000 Euro.
Ausstellungspflicht für alle Unternehmen bei Umsätzen an Unternehmen.
Details zu Fristen und Ausnahmen: E-Rechnungspflicht
In drei Schritten eingerichtet
Lese-Key in Stripe anlegen
Ein eingeschränkter Schlüssel (Restricted Key) mit Leserecht auf Rechnungen genügt. Schreibrechte braucht die Anbindung nicht.
In Vellonode hinterlegen
Key eintragen, optional den Webhook einrichten. Der Key wird vor dem Speichern gegen Stripe geprüft und verschlüsselt abgelegt.
Jede neue Rechnung wird zur E-Rechnung
Sobald Stripe eine Rechnung finalisiert, entsteht daraus eine ZUGFeRD-Rechnung – als Ausgangsrechnung abgelegt und auf Wunsch an Ihren Kunden versendet.
Was aus Stripe übernommen wird
Jeder Wert kommt exakt aus Stripe und landet im passenden Feld der EN 16931. Die Kopfsummen entstehen aus den Positionen und werden gegen Stripes Rechnungssumme geprüft.
| In Stripe | In der E-Rechnung |
|---|---|
| Rechnungsnummer (number) | BT-1 Rechnungsnummer – unverändert, Stripe bleibt Nummernvergeber |
| Finalisierungsdatum | BT-2 Rechnungsdatum |
| Kundenname, Rechnungsanschrift | BG-7 Käufer mit Anschrift (BT-44, BG-8) |
| USt-IdNr. des Kunden (customer_tax_ids) | BT-48 USt-IdNr. des Käufers |
| Positionen inkl. Menge und Leistungszeitraum | BG-25 Rechnungspositionen, BT-72 Leistungsdatum |
| Steuerbeträge (Stripe Tax oder Steuersätze) | BG-23 Steueraufschlüsselung mit Kategorie (S, AE, E, O) |
| Fälligkeitsdatum (due_date) | BT-9 Fälligkeitsdatum, BT-20 Zahlungsbedingungen |
| Einzugsart (Karte, SEPA-Lastschrift, PayPal …) | BT-81 Zahlungsart – bei Einzug ohne IBAN, damit niemand doppelt überweist |
| Zahlungseingang (Karte, Lastschrift, Guthaben) | Kein Teil des Belegs – als Zahlung an der Rechnung in Vellonode verbucht |
| Metadaten buyerReference / leitwegId | BT-10 Käuferreferenz (z. B. Leitweg-ID) |
Ergebnis: eine hybride ZUGFeRD-2.4-Rechnung im Profil EN 16931 (Kennung urn:cen.eu:en16931:2017) – Stripes PDF als Sichtbild, das XML eingebettet nach PDF/A-3.
Auch die Fälle, an denen es sonst hakt
Abo-Abrechnung ist selten nur „Preis mal Menge“. Diese Fälle bildet die Anbindung ab:
Reverse Charge
EU-Geschäftskunden mit USt-IdNr.: Stripe kennzeichnet die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers, die E-Rechnung trägt Kategorie AE samt Befreiungsgrund.
Bruttopreise
Preise mit enthaltener Steuer (tax_behavior „inclusive“) werden korrekt in Netto und Steuer zerlegt.
Rabatte und Gutscheine
Positions- und Rechnungsrabatte werden abgezogen und in der Positionsbezeichnung ausgewiesen.
Tarifwechsel (Proration)
Gutschriftpositionen für die Restlaufzeit erscheinen mit negativer Menge und positivem Preis – so verlangt es EN 16931 (BR-27).
Versandkosten
Versandkosten am Rechnungskopf werden als eigene Position mit ihrem Steuersatz übernommen.
Zahlungen und Stornos
Zieht Stripe den Betrag später ein, wird die Zahlung nachgetragen; eine in Stripe stornierte Rechnung wird vermerkt. Bezahlte Rechnungen landen so nicht im Mahnlauf.
Nur lesen, verschlüsselt gespeichert
- Eingeschränkter Stripe-Key mit Leserecht auf Rechnungen – Vellonode verändert in Stripe nichts.
- Der Key wird vor dem Speichern gegen Stripe geprüft und mit AES-256-GCM verschlüsselt abgelegt; angezeigt werden nur die letzten vier Zeichen.
- Widerrufbar jederzeit in Stripe; „Verbindung trennen“ in Vellonode löscht den hinterlegten Key.
- Webhooks werden je Organisation mit eigenem Signaturgeheimnis geprüft.
Zustellen oder ablegen
- Auf Wunsch geht die ZUGFeRD-PDF automatisch an die E-Mail-Adresse der Stripe-Rechnung.
- Oder sie liegt als Ausgangsrechnung bereit – zum Versand, Download oder DATEV-Export.
- Jede Rechnung erscheint im Importprotokoll: importiert, übersprungen oder fehlgeschlagen, mit Begründung im Klartext.
- Fehlen in Stripe Pflichtangaben, entsteht keine unvollständige E-Rechnung – die Meldung nennt das fehlende Feld.
Was die Anbindung nicht kann
Damit Sie vor der Einrichtung wissen, ob sie zu Ihrem Abrechnungsweg passt.
- Gutschriften, die Sie in Stripe als eigenes Dokument zu einer Rechnung anlegen (Credit Notes), werden nicht übernommen. Eine Korrektur erstellen Sie in diesem Fall in Vellonode als Gutschrift zur importierten Rechnung.
- Trägt eine einzelne Position mehrere Umsatzsteuerkategorien, bricht der Import mit einer Meldung ab – EN 16931 erlaubt je Position nur eine.
- Automatisch erzeugt wird ZUGFeRD (PDF/A-3 mit eingebettetem XML). Einen Peppol-Zugangspunkt bietet Vellonode nicht an; zugestellt wird per E-Mail oder durch Bereitstellung zum Abruf.
- Stripe gibt Ihre Rechnungsstellerdaten über die API nicht heraus. Name, Anschrift und USt-IdNr. bzw. Steuernummer kommen deshalb aus Ihren Organisationsdaten in Vellonode und müssen dort gepflegt sein.
- Rechnungen aus der Zeit vor dem Verbinden werden nicht ungefragt importiert. Die letzten drei Monate lassen sich in den Einstellungen ausdrücklich nachholen.
Häufige Fragen
Ist eine Stripe-Rechnung eine E-Rechnung?
Nein. Stripe stellt Rechnungen als PDF aus. Ein PDF ist nach § 14 UStG eine „sonstige Rechnung“, keine E-Rechnung – dafür braucht es einen strukturierten Datensatz nach EN 16931, etwa ZUGFeRD oder XRechnung. Vellonode erzeugt diesen Datensatz aus den Rechnungsdaten in Ihrem Stripe-Konto und bettet ihn in Stripes PDF ein.
Ab wann muss ich E-Rechnungen ausstellen?
Empfangen können müssen Unternehmen E-Rechnungen seit dem 1. Januar 2025. Ausstellen müssen sie sie bei Umsätzen an andere Unternehmen ab dem 1. Januar 2027, wenn der Vorjahresumsatz über 800.000 Euro lag, und ab dem 1. Januar 2028 ohne Ausnahme.
Welche Rechte braucht der Stripe-Key?
Leserecht auf Rechnungen (Invoices) genügt. Schreibrechte werden nicht benötigt, Vellonode verändert in Ihrem Stripe-Konto nichts. Den Schlüssel können Sie in Stripe jederzeit widerrufen.
Brauche ich Stripe Connect?
Nein. Connect ist für Plattformen gedacht, die Zahlungen im Namen anderer abwickeln. Die Anbindung liest nur und nutzt deshalb einen eingeschränkten Schlüssel – den Weg, den Stripe für Drittanbieter-Integrationen vorsieht.
Wird meine Rechnung neu nummeriert oder neu gestaltet?
Nein. Die Rechnungsnummer bleibt die aus Stripe, und das Sichtbild bleibt Stripes PDF. Vellonode ergänzt nur den strukturierten Datensatz. Bild und Daten stammen damit aus derselben Quelle.
Wird dabei eine KI eingesetzt?
Nein. Stripe liefert alle Werte exakt und maschinenlesbar. Die Anbindung übernimmt sie direkt, statt das PDF auszulesen – es wird nichts geschätzt. Weicht die berechnete Summe von Stripes Rechnungssumme ab, wird keine E-Rechnung erzeugt, sondern der Grund angezeigt.
Bekommt mein Kunde die E-Rechnung automatisch?
Wenn Sie den automatischen Versand einschalten, geht die ZUGFeRD-PDF an die E-Mail-Adresse der Stripe-Rechnung. Schalten Sie dann den Rechnungsversand in Stripe ab, sonst erhält Ihr Kunde zwei Dokumente zur selben Rechnungsnummer. Ohne Versand liegt die E-Rechnung in Vellonode und lässt sich von dort versenden oder herunterladen.
Was kostet die Stripe-Anbindung?
Die Anbindung ist in den Tarifen ab Pro enthalten. Jede importierte Rechnung zählt wie jede andere Ausgangsrechnung gegen das monatliche Rechnungskontingent – erst dann, wenn die E-Rechnung erfolgreich erzeugt wurde.
Stripe verbinden, E-Rechnungen erhalten
Einmal einrichten – jede neue Stripe-Rechnung wird automatisch zur ZUGFeRD-Rechnung. Enthalten in den Tarifen ab Pro.
- ZUGFeRD 2.4 nach EN 16931
- Nur Leserechte in Stripe
- Reverse Charge, Rabatte, Prorations
- Zahlungsabgleich gegen den Mahnlauf
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